Immobilien oder Aktien: Welche Geldanlage bietet mehr Rendite?

Immobilien oder Aktien als Geldanlage

In Anbetracht der Lage am Zinsmarkt macht es im Augenblick für Sparer keinen Sinn, ihr Geld in Tagesgeld oder Festgeldkonten anzulegen. Teilweise ist sind die Zinsen noch geringer als die Inflationsrate, so dass sich diese Anlageform schon fast als Draufzahlgeschäft erweist.

Wer sein Geld gewinnbringend investieren will, der wird sich eine Alternative suchen müssen. Immobilien und Aktien werden daher in diesem Zusammenhang gerne in Erwägung gezogen.

Welche Anlageform, Aktien oder Immobilien, die richtige ist, hängt von vielen Faktoren und damit von der individuellen Situation des Anlegers ab. Neben der Höhe der Einlage ist auch die Anlagezeit und die Möglichkeit, die Geldanlage schnell liquidieren zu können, von Bedeutung für die Entscheidung.

Schnelle Gewinne bei Aktien möglich

Wer in Aktien investiert, der kann mitunter sehr schnell sehr hohe Gewinne realisieren.

Hinsichtlich der Sicherheit muss der Anleger jedoch Abstriche machen. Ein gewisses Maß an Börsenkenntnis ist in diesem Falle vonnöten, doch selbst erfahrene Börsianer haben sich bekanntermaßen schon des öfteren verspekuliert.

Es ist daher für den Anleger wichtig, dass er das Geld, das er in Aktien investiert, nicht unbedingt in der Talsohle des Kurses verkaufen muss. Wer in Aktien investiert, muss also generell Zeit haben.

Aktien bieten eine durchaus gute Rendite, so dass selbst bei einer eventuellen schlechten Kursentwicklung noch Gewinn abgeworfen wird.

Bei dieser Anlageform kommt es weiterhin darauf an, dass die Verteilung breit auf mehrere Aktien gestreut sein sollte, um so das Verlustrisiko minimal zu halten.

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Der Dax befindet sich derzeit auf einem Rekordniveau. Die Chancen, bei genügend Flexibilität auch kurzfristig hohe Gewinne zu erzielen, sind entsprechend hoch.

Immobilien bieten langfristigen Inflationsschutz

Immobilien in einer attraktiven Gegend können ein hohes Mieteinkommen sichern.

Für mich als Immobilieninvestor zählt in erster Linie der Cashflow. Die Immobilie muss von Anfang an Einkommen generieren. Daher sind Wohnimmobilien eine gute Immobilieninvestition, da sie dir von Anfang an einen passiven Geldstrom bringen.

Eine Immobilieninvestition hat auch den Vorteil, das du davon ausgehen kannst, das die Immobilie im Wert steigen wird. Eine Umfrage aus dem Jahr 2013 hat ergeben, das 47 % der Befragten einen Wertzuwachs der Immobilien erwarten.

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Allerdings ist bei einer Immobilie auch immer eine hohe Menge an Kapital langfristig gebunden.

Wichtig beim Kauf von Immobilien ist, dass der Preis marktgerecht ist. Insbesondere die Lage der Immobilie ist hier von großer Bedeutung.

Hinsichtlich des Handels mit Immobilien ist jedoch zu bedenken, dass die dabei anfallenden Nebenkosten wie Provisionen, Gebühren und Steuern den Gewinn deutlich minimieren.

Immobilien zur Eigennutzung

Um der inflationsbedingten Mietsteigerung zu entgehen, stehen viele vor der Entscheidung für eine Immobilie.

Langfristig gesehen ist diese Form der Geldanlage selbst dann gewinnbringend, wenn der Erwerb oder der Neubau des Eigenheimes durch einen Kredit finanziert wird.

Derzeit sind die Kreditzinsen auf einem solch niedrigen Niveau, dass es mehr Sinn macht, sofort zu finanzieren, als entsprechendes Eigenkapital anzusparen.

Beim Kauf eines Hauses ist natürlich darauf zu achten, dass langfristig keine allzu hohen Folgekosten durch notwendig werdende Sanierung zu erwarten sind. Beim Neubau ist der Preis in der Regel zwar deutlich höher, langfristig kann man diese Differenz durch moderne und energieeffiziente Bauweise und eine kostengünstige Heizung ausgleichen.

Diese Form der Investition in Immobilien ist natürlich nur langfristig gewinnbringend, dafür jedoch eine gute Altersvorsorge. Wer sich mit der Zeit ein Immobilien-Portfolio aufbaut, kann von monatlichem passiven Einkommen profitieren.

Der Bau eines Eigenheims hat meist emotionale Gründen. Du solltest allerdings nicht den Fehler machen und denken, das eine selbstgenutzte Immobilie eine Geldanlage ist. Ich habe bereits in einem anderen Artikel genauer beschrieben, warum ein Eigenheim keine Geldanlage ist.

Aktien und Immobilien miteinander verbinden

Wer Anteile von Immobilien-Firmen erwirbt, der profitiert vom derzeitigen Immobilienboom, ohne eine große Menge an Kapital auf eine Immobilie zu konzentrieren.

Schon mit einer geringen Einlage ist dem Anleger die Möglichkeit gegeben, in den Genuss guter Rendite zu kommen und gleichzeitig behält er sich ein hohes Maß an Flexibilität vor.

Diese Form der Anlage ersetzt zwar nicht das Eigenheim, jedoch kann das Geld zum Schutz vor der Inflation von der Sicherheit der Immobilien-AGs profitieren.

Ein Vorteil, der erst auf den zweiten Blick einer ist:

Immobilien-AGs sind zum größten Teil börsennotierte Unternehmen und daher lässt sich der Wert am Börsenkurs ablesen. Bei Immobilienfonds hingegen wird der Bestand der Immobilien einmal jährlich von einem Sachverständigen taxiert.

Diversifizierung ist das A-O

Der Begriff Diversifizierung bedeutet im eigentlichen Sinne, das Portfolio bei einer Kapitalanlge wie Aktien und Fonds entsprechend breit gefächert zu haben.

Für den privaten Anleger kann aber auch eine Streuung über mehrere Anlageformen wie etwa Akiten, Immobilien, Pfandbriefe, etc. durchaus Sinn machen.

Eine Immobilie als Eigenheim genutzt dient langfristig der Altersvorsorge und dem Schutz vor Mietpreissteigerungen. In Verbindung mit Aktien jedoch schöpft der Anleger eine weitere Renditemöglichkeit ab, die lang-, mittel- oder auch kurzfristig genutzt werden kann.

Die Entscheidung ist natürlich in erster Linie von der jeweiligen Finanz- und Lebenssituation abhängig. Zudem sind wir Menschen unterschiedlich risikofreudig. Während die Einen die Sicherheit über alles stellen, stellt das Spekulieren mit Aktien neben der zu erwartenden Rendite auch einen zusätzlichen Reiz für Spielertypen dar.

Fazit

Ob du dein Geld in Immobilien oder Aktien anlegst, hängt von deiner Risikobereitschaft und deiner momentanen Lebenssituation ab.

Neben der Höhe der Geldanlage ist auch der Anlagezeitraum und die Möglichkeit, das Geld schnell liquidieren zu können, von Bedeutung für die Entscheidung ob du lieber in Aktien oder in Immobilien investieren sollst. Du hast auch die Möglichkeit, in offene und geschlossene Immobilienfonds zu inverstieren.

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Über den Autor

Marco

Er ist Gründer von Immoanleger und selbstständiger Immobilienfachmann sowie langjähriger Immobilien Investor. Er zeigt dir, wie auch du erfolgreich in Immobilien investierst. Folge ihm auf Facebook und Twitter.

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