Immobilien in Hessen: Aktuelle Situation, Preise und Chancen für Investoren

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Die Immobilienpreise in Hessen sind auch weiterhin im Steigen begriffen. Dabei ist ein deutliches Nord-Südgefälle zu beobachten.

In den letzten fünf Jahren stiegen die Preise im Süden des Landes etwa doppelt so stark an, wie im Norden.

Von der Preissteigerung sind Einfamilienhäuser ebenso betroffen wie Eigentumswohnungen. In den Ballungszentren Südhessesn ist heute bereits eine Wohnungsknappheit eingetroffen, die besonders in Frankkfurt zu einem echten Problem geworden ist.

Gründe für den Preisanstieg

Für den Preisanstieg gibt es eine Reihe von verschiedenen Gründen.

Es lohnt sich, diese Gründe einmal zu analysieren, um daraus Schlussfolgerungen auf die zukünftige Entwicklung der Immobilienpreise zu schließen.

Zum einen besteht seit Jahren bundesweit eine Tendenz zu Investitionen in Immobilien, die sich auch auf dem hessischen Markt bemerkbar macht. Die Zinsen für Sparanlagen sind niedrig und Immobilien sind eine Anlage, die als sicher und zukunftsträchtig angesehen wird.

In den Ballungsgebieten gibt es noch einen weiteren Grund. In den letzten Jahren konnte auch in Hessen die Tendenz zu einer Landflucht bemerkt erden. Großstädte wie Frankfurt, Darmstadt, Gießen, Wiesbaden, Hanau, Marburg und auch Kassel bieten Universitäten und auch die guten Arbeitsplätze. Somit zieht es besonders junge Menschen in die Städte.

Als Konsequenz wird neuer Wohnraum gebraucht, aber auch Büro- und Geschäftsräume, in denen sich eine neue Generation von Start ups in der Geschäftswelt entwickeln kann.

Entsprechend findet in den ländlichen Regionen Hessens eine gegenteilige Entwicklung statt. Häuser stehen leer, Mietpreise sind niedrig, viele Objekte stehen zum Verkauf, doch die Nachfrage ist trotz günstiger Preise gering.

Frankfurt – Wohnungsnot und hohe Mietpreise

Wohnungen sind in Frankfurt seit Jahren Mangelware und die Mietpreise steigen beständig.

Im ersten Quartal des Jahres 2019 stand Frankfurt mit einem Mietpreis von 14,20 Euro pro Quadratmeter gleich hinter München und weist somit die zweithöchsten Mietpreise in Deutschland auf. Wer heute das Glück hat, Mieteigentum in Frankfurt zu besitzen, kann sich einer schönen Rendite erfreuen.

Natürlich ist es nicht verwunderlich, dass auch die Kaufpreise für Eigentumswohnungen der gleichen Tendenz folgen. So musste man im 1. Quartal 2019 durchschnittlich 6258 Euro für den Quadratmeter Eigentumswohnung in Frankfurt ausgeben. Auch dieser Preis wird lediglich von München übertroffen.

Bei Häusern ist die Entwicklung ganz ähnlich. Weiterhin kann beobachtet werden, dass die Nachfrage deutlich höher ist, als das Angebot. Der Zentrale Immobilienausschuss beziffert die Anzahl der zur Verfügung stehenden Wohnungen mit 0,5 %, was bedeutet, dass der Immobilienmarkt so gut wie nicht existent ist.

Zwar hat es in den vergangenen Jahren verschiedene Bauprojekte gegeben, die den Immobilienmarkt entlasten sollten, doch standen diese in keiner Relation zu dem beständigen Bevölkerungswachstum in der Stadt.

Experten gehen heute davon aus, das zurzeit zirka 40,000 Wohnungen fehlen, um den Bedarf zu decken.

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Zukunft Frankfurts und Möglichkeiten für Investoren

Frankfurt am Main ist eine Stadt der Wissenschaft und der Universitäten, Mittelpunkt des Finanzgeschehen Deutschlands und ein wichtiger Punkt für den Handel. Darüber hinaus ist Frankfurt eine Stadt mit einer hohen Lebensqualität, die Bürger wohnen gerne dort.

Diese Punkte werden auch in den nächsten Jahren gegeben bleiben und die Zahl der Menschen, die in Frankfurt leben und arbeiten wollen, weiterhin ansteigen lassen. Experten sagen mindestens bis zum Jahr 2030 einen ungebrochenen Trend voraus.

Stadtplaner und Wohnungsbaugesellschaften sind heute damit befasst, Strategien zu entwickeln, die das Schaffen von neuem Wohnraum ermöglichen. Dazu gehört beispielsweise der Plan zum Nachdichten vorhandener Wohnsiedlungen.

Wer heute als Anleger in den Frankfurter Immobilienmarkt einsteigen möchte, kann auf diese Weise dazu Gelegenheit haben. Selbst wenn man heute zu einem Quadratmeterpreis einsteigt, der über dem deutschen Durchschnitt liegt, können solche Anlagen äußerst gewinnträchtig sein.

Situation der Immobilien in Nordhessen am Beispiel Kassel

Die Immobilienpreise liegen in Nordhessen deutlich unter denen von Südhessen. In Kassel sind Eigentumswohnungen im Schnitt noch für 2,802 Euro erhältlich und auch das Niveau der Mietpreise liegt deutlich niedriger, als in den südlichen Teilen des Bundeslandes.

In den letzten 10 Jahren haben die Immobilienpreise einen erheblichen Anstieg verzeichnen können. In den letzten fünf Jahren sind Immobilienpreise in Kassel um etwa 56 % angestiegen.

Das ist zum einem damit zu erklären, dass ein Trend zur Investition in Immobilien besteht. Ein weiterer Punkt besteht darin, dass sich eine Investition in Städten wie Frankfurt auf Grund der extrem hohen Preise als kostspielig erweist.

Darum weichen Investoren gerne auf andere Städte aus, in denen das Preisniveau noch günstig ist, die aber trotzdem über eine gute Anbindung und Infrastruktur verfügen. Genau das ist in Kassel der Fall.

Während in den Metropolen wie Frankfurt auch heute noch ein rasantes Wachstum zu erwarten ist, so ist die zu erwartende Rendite bei einer Immobilieninvestition geringer, da die Preise bereits ein fast unerschwingliches Niveau erreicht haben.

In Kassel hingegen ist einen Anlage in Immobilien noch interessant, da ein gutes Verhältnis zwischen Risiko und Rendite besteht.

Universitätsstadt Gießen: Preisanstieg zwischen Nord und Süd

Gießen nimmt in der Geographie Hessens eine zentrale Lage ein. Knapp eine Autostunde von Frankfurt entfernt bietet Gießen zwar weder die Lebensqualität noch die beruflichen Möglichkeiten, die Frankfurt zu bieten hat, dennoch ist Wohnraum in der Universitätsstadt gefragt.

Sowohl Eigenheime im Speckgürtel Gießens als auch Eigentumswohnungen in der Innenstadt sind gefragt. Besonders kleine Wohnungen in Universitätsnähe sind in der von studentischem Leben geprägten Stadt Mangelware.

Die Verkäufe von Eigentumswohnungen sind in der Gießener Innenstadt rückläufig. Experten weisen jedoch darauf hin, dass nicht ein mangelndes Kaufinteresse an dieser Situation Schuld ist. Vielmehr gibt es immer weniger Objekte, die zum Verkauf angeboten werden.

Auch Gießen bietet heute noch ein günstiges Klima für Anleger. Obwohl die Preise in den letzten 10 Jahren konstant angestiegen sind, so liegt der durchschnittliche Quadratmeterpreis für eine Eigentumswohnung mit 3095 Euro noch unter dem Durchschnitt für Hessen.

Durch die Universität wird Gießen auch in Zukunft eine Stadt bleiben, von der man Wachstum erwarten darf. In diesem Sinnen sind in der Stadt, deren Einwohner zu fast 50 % aus Studenten bestehen, sind besonders kleine Wohnungen interessant, die um Innenstadtbereich befinden.

Situation des Immobilienmarktes in den ländlichen Bereichen Hessens

Die Entwicklung der Immobilienpreise in den ländlichen Gemeinden in Hessen verläuft zweigleisig.

Während solche Gemeinden in Südhessen, die über eine gute Verkehrsanbindung verfügen und im Einzugsbereich von Frankfurt liegen, ein gutes Wachstum verzeichnen, ist in den ländlichen Gebieten Nordhessens eine deutliche Abwanderung der Bevölkerung zu beobachten.

Die Nord-Süd Schere öffnet sich immer mehr. Häuser und Wohnungen finden wenig Nachfrage, es stehen wesentlich mehr Objekte zum Verkauf oder zur Vermietung im Angebot, als gesucht werden. In vielen Gemeinden entstehen bereits kritische Situationen, da immer weniger Menschen in den Orten wohnen und es zunehmend schwer fällt, verschiedene öffentliche Dienstleistungen aufrecht zu erhalten.

In solchen Gemeinden ist natürlich vom Immobilienkauf abzuraten, selbst wenn die Preise niedrig sind.

So kann man in Immobilien in Hessen investieren

Das Immobiliengeschäft boomt in Hessen heute in den Regionen Wiesbaden, Darmstadt, Frankfurt und dem Hoch-Taunus-Kreis. Wer in diesen Gebieten heute in den Immobilienmarkt einsteigt, kann immer noch eine gute Rendite erwarten.

Auch umliegende Gemeinden mit guter Verkehrsanbindung können sich für Anlagesuchende eignen. Die großen Städte Hessens platzen heute aus den Nähten und es steht zu erwarten, dass mehr und mehr Familien günstigeren Wohnraum außerhalb der Innenstädte suchen werden. Während die Innenstädte besonders für junge Singles interessant sind, die dem neuen Trend folgen, in der gleichen Nachbarschaft arbeiten, wohnen und ein Unterhaltungsangebot genießen, können besonders Familien die relativ größere Ruhe von Randgebieten bevorzugen.

Die Zinsen für Baugeld und Immobilienkredite sind heute weiterhin niedrig und die Zukunftsaussichten sind in vielen Regionen Hessens auch weiterhin positiv in Bezug auf die Preisentwicklung von Immobilien- und Mietpreises. So kann jetzt der richtige Zeitpunkt sein, um in Hessen Immobilien zu kaufen.

Als Privatinvestor empfiehlt sich, einen erfahrenen Immobilienmakler in Kassel oder der jeweiligen Stadt, in der man eine Immobilie erwerben möchte, zu Rate zu ziehen. Denn auch wenn die Preistendenz generell steigend ist, so gibt es doch viele Unterschiede, die vom Laien häufig übersehen werden.

Preise sind von Stadtviertel zu Stadtviertel, oft sogar von Straße zu Straße unterschiedlich. Neben der Lage gibt natürlich auch die Bausubstanz einen wichtigen Ausschlag beim Wert einer Immobilie.

Der Kauf einer Immobilie in Hessen kann heute eine gewinnbringende Anlage darstellen, wenn man mit Bedacht zu kaufen weiß.

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