Wie möchten die Deutschen wohnen (inkl. Infografik)?

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Neuesten Umfragen zufolge lebt ein großer Prozentsatz der Deutschen in Eigentumswohnungen.

Je nach Bundesland ist die Anzahl der Wohnungsbesitzer unterschiedlich. Während die Bundesländer Schleswig-Holstein, Rheinland-Pfalz, Saarland, Niedersachsen, Baden-Württemberg und Bayern mit einer Quote von mehr als 50 % an der Spitze liegen, sind in Bremen, Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg deutlich weniger Deutsche mit Wohnungseigentum zu verzeichnen.

Für das gesamte Bundesgebiet ergibt sich somit eine Eigentümerquote von 45,9 %.

Wie viele Räume haben Wohnungen im Durchschnitt in Deutschland?

Die Deutschen bevorzugen größere Wohnungen mit 5 und mehr Räumen.

Dies geht aus einer Umfrage hervor, die bestätigt, dass 39,3 % der Bundesbürger in Wohnungen mit fünf oder mehr Zimmern leben.

Wohnungen mit vier Räumen werden immerhin noch von 25,8 % der Bundesbürger bewohnt, während 22,2 % der Deutschen in einer 3-Zimmer-Wohnung leben. Weit abgeschlagen mit 9,9 und 3,3 % sind die Bewohner von 2- und 1-Zimmer-Wohnungen zu finden.

Dieser Statistik zufolge geht der Trend in Deutschland eindeutig in Richtung zur Wahl größerer Wohnbereiche.

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In welcher Wohngegend sollte die Traumimmobilie zu finden sein?

Beim Traum vom Eigenheim spielt nicht nur Größe und Design der Wohnimmobilie eine wichtige Rolle, sondern in welcher Wohngegend das gute Stück entstehen soll.

Für 29 Prozent der Bundesbürger, die sich ein Eigenheim wünschen, ist das Einfamilienhaus die Traumimmobilie schlechthin. Der Wunsch nach einer Galeriewohnung, einem Reihenhaus oder einem herrschaftlichen Besitz in einer noblen Villengegend entspricht, laut Umfrage, nur bei einem bzw. zwei Prozent dem bundesdeutschen Traum zum Wohneigentum.

Während 19 % vom gemütlichen Eigenheim mit Meerblick träumen, bevorzugen 18 % der Deutschen ihr Einfamilienhaus an einem idyllisch gelegenen See zu errichten. Ruhig und beschaulich würden sich 20 % der Deutschen ihr Einfamilienhaus in einer eleganten Siedlung am Stadtrand wünschen, während 9 % der Befragten eine Wohnumgebung in freier Natur am Rand oder in einem Waldgebiet bevorzugen.

Wie gestaltet sich der Markt für Wohnimmobilien in Deutschland?

Der Markt für Wohnimmobilien im Bundesgebiet gestaltet sich recht umfangreich.

Auf einer Gesamtwohnfläche von 3.654.537 Quadratkilometern befinden sich die stolze Anzahl von 18.628 Wohngebäuden. Während 56,7 % der Bundesbürger in Mietwohnungen ihr Zuhause gefunden haben, leben immerhin 45,9 % der Deutschen im Eigenheim.

Die eigene Wohnung ist wichtiger als Freizeit, Urlaub, Auto oder Internet

Die eigene Wohnung ist den Deutschen wichtiger als der nächste Urlaub oder die Anschaffung eines neuen Autos.

Ein gemütliches Zuhause steht für viele Bundesbürger an erster Stelle. Da wird auch gerne mal auf den nächsten Sommer- oder Winterurlaub verzichtet, um mit der angesparten Urlaubskasse andere Wünsche für den eigenen Wohnbereich, zum Beispiel für den Kauf der langersehnten Wunschküche, oder einer neuen Wohnzimmereinrichtung zu erfüllen.

Einer Umfrage der TNS Emnid zufolge wünscht sich der Durchschnittsdeutsche eine Wohnfläche von 130 Quadratmetern, die möglichst barrierefrei sein soll und somit auch im hohen Alter von ihren Bewohnern problemlos bewohnt werden kann.

Das Schlafzimmer als reiner Schlafbereich oder Ruhe-und Arbeitszone

Ein großer Teil der Bundesbürger nutzt das Schlafzimmer als reinen Schlafbereich, während 85 % das Schlafzimmer nur zum Schlafen nutzen, legen die restlichen 15 % der Deutschen Wert auf einen kombinierten Schlaf- und Arbeitsbereich.

Um den Raum effektiv zu nutzen befinden sich in vielen Schlafzimmern kleine Arbeitsecken, in die man sich zurückziehen und liegengebliebene Büroarbeit in Ruhe nacharbeiten kann.

Der Trend zum offenen Wohn-Essbereich ist beendet

Der Trend Wohn-Esszimmer und Küche ineinander übergehen zu lassen ist laut der Emnid Umfrage in Deutschland beendet.

Heute nutzen bereits 51 % der Deutschen das Wohnzimmer rein zum Entspannen und Fernsehen, während nur noch 40 % gemeinsam mit Familie oder Freunden ihre Mahlzeiten im Wohnzimmerbereich einnehmen.

Das Durchschnittsdeutsche Wohnzimmer ist in 90 % der deutschen Haushalte mit einer Sitzgarnitur, einem Fernseher, einem Couchtisch und einigen Deko-Pflanzen ausgestattet.

Wie wichtig ist den Bundesbürgern die Unterkellerung des Eigenheims?

Mehr als 90 % der Deutschen können sich ein Einfamilienhaus ohne Keller nicht vorstellen.

Der Kellerausbau ist zwar mit einigen Kosten verbunden, hat jedoch einige wichtige Vorteile, die immer mehr Bauherrn überzeugen. Ein Keller bietet nicht nur zusätzlichen Stauraum, der Platz in den oberen Etagen schafft, sondern wird vorwiegend zur Unterbringung der Technik sowie aller benötigten Hausanschlüsse genutzt.

Ein ausgebauter Keller kann nicht nur als zusätzlicher Wohn- oder Arbeitsbereich genutzt werden, sondern bietet Platz für Hobbywerkstatt, Trocken- und Waschraum sowie Abstellmöglichkeiten für Gartengeräte und Fahrräder.

Für Familien mit Kindern ist der Keller ein wichtiger Bestandteil des Hauses, da er ausreichend Abstellfläche bietet und somit einen größeren Wohn- und Spielbereich in den oberen Etagen zulässt.

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Über den Autor

Marco

Er ist Gründer von Immoanleger und selbstständiger Immobilienfachmann sowie langjähriger Immobilien Investor. Er zeigt dir, wie auch du erfolgreich in Immobilien investierst. Folge ihm auf Facebook und Twitter.

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